Hunde Chip lohnt sich.

Ein Hunde-Chip lohnt sich

Immer wieder tauchen Meldungen wie diese in den Medien auf. „Texanerin findet ihren Hund dank Hunde-Chip in Florida wieder“.  In diesem konkreten Fall handelte es sich bei der vermissten Mischlingshündin um eine Entfernung von beeindruckenden 1500 Kilometern – zwei Monate nach dem Verschwinden des Hundes wurde das Tier verstört an einer Straßenkreuzung gefunden. Ein Tierarzt konnte den im Nacken des Hundes implantierten Mikrochip auslesen und die Hündin zurück nach Hause vermitteln. Wir nehmen den Fall zum Anlass und fassen nochmal einige Infos zum Chippen von Hunden zusammen.

Hunde-Chip – wie geht das – muss das sein?

In der Regel wird der kleine Hunde-Chip von einem Tierarzt über eine etwas dickere Kanüle in das weiche Gewebe unter dem Nackenell oberhalb der linken Schulter eingesetzt. Der Chip-Transponder ist ca. 12 x 2 mm groß, und verbleibt lebenslang im Gewebe des Hundes. Das Implantieren spürt das Tier meist kaum stärker als wenn eine andere Injektion gesetzt werden würde, eine gesonderte Betäubung ist also nicht nötig. Mit Hilfe des Chips kann man mit dem entsprechenden Lesegerät, das man einige Zentimeter über die Stelle im Nacken hält, elektronisch einige Stammdaten zum Hund und Informationen zur Rückvermittlung des Tieres auslesen.

Sinnvoll ist eine Mikrochip-Kennzeichnung für jeden Hundehalter, wie man an dem zuvor genannten Beispiel gut sehen kann. Bereits innerhalb kürzester Zeit kann sich der Aktionsradius eines entlaufenen Hundes sehr weit von der Stelle ausdehenen, an der ein Hund ursprünglich verschwunden ist. Plaketten und Anhänger können verloren gehen oder unleserlich werden, Handynummern veralten. Die Daten im Chip sind dagegen meist langfristig zurück verfolgbar bis zum Besitzer. Dafür sorgen die Datenbanken von verschiedenen Anbietern, die in der Regel eine kostenlose Registrierung eines Haustieres in Verbindung mit der eindeutigen Chip-Kennzeichnung ermöglichen. Speziell in Deutschland sind folgende Anbieter für Ihre Registrierungsdienste bekannt:  Das Deutsche Haustierregister  des deutschen Tierschutzbundes und die Tierhilfsorganisation Tasso.eV .

 

Hunde-Chip auf Reisen – „chippen“ ist in der EU verpflichtend

In den Ferien und auf sonstigen Reisen mit Hund ins europäische Ausland gilt nach einer 2011 auslaufenden Übergangsfrist, in der noch parallel tierärztlich gesetzte Tätowierungs-Nummern toleriert werden, eine Pflicht zum Mikrochip. Das heißt, jeder Hund benötigt diesen Chip, wenn nicht tätowiert, bereits heute für Reisen in EU-Länder. Unter anderem deshalb, weil mit der eindeutigen Transponder-Kennzeichnung über den Chip auch eine eindeutige Verbindung zu ebenfalls verpflichtenden Gesundheitsbescheinigungen wie dem EU-Heimtierausweis nachweisbar ist – der Hund ist nachprüfbar der, für den er vom Züchter / Besitzer ausgegeben wird.

Keine Sorge, Ihr Hund strahlt jetzt nicht wie ein Handy durch die Gegend. Ein fachmännisch gesetzter Hunde-Chip stört Ihren Hund nicht und sendet auch nicht laufend „Wellen“ aus oder ist von GPS-Sendern o.ä. zu orten. Er wird nur bei Bedarf aus kurzer Entfernung mit dem Lesegerät „angefunkt“.   Durch die Eintragung in inzwischen international vernetzten Haustier-Registern ist eine Rückführung verschwundener Tiere auch in EU-Urlaubsländern oft problemlos.

Übrigens haben die meisten Tierärzte und auch diverse Tierheime Lesegeräte für Hunde-Chips. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Hund bereits „gechipt“ ist, haben Sie mit dem Tierarzt deshalb auch die richtige Anlaufstelle, um zu überprüfen, ob ein Chip bereits vorhanden ist bzw. noch gesetzt werden muss.

Quelle: Wunsch-hund.de

 

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