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Welche Nation ist die hundefreundlichste?

Anzenberger: Frankreich, England, Deutschland und Österreich sind sicherlich die hundefreundlichsten Nationen, wenn es um die Hund-Mensch Beziehung geht und vor allem um die Vermenschlichung der Tiere – was für die Hunde vielleicht gar nicht schön ist, denn wer weiß, ob ein streunender Hund nicht glücklicher ist, als einer, der den ganzen Tag auf dem Sofa sitzt? Es gibt in Sachen Tierliebe ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. Gerade diese Tierliebe macht es aber auch schwieriger, in ein Land einzureisen. Mit wachsender Zuneigung gibt es auch mehr Regeln.

Anzenberger: Ja, das ist in Europa seit 2004 Vorschrift. Mit dem Pass und den damit verbundenen Untersuchungen soll die Tollwut eingedämmt werden. Trotzdem muss man sich mindestens fünf Wochen vorher kümmern, wenn man mit seinem Hund ins Ausland will. In England sogar mehrere Monate, weil dort Bluttests verlangt werden. Erst muss der Hund einen Mikrochip bekommen, dann gegen Tollwut geimpft werden und dann kommt die Blutuntersuchung. Es dauert sechs Monate, bis die Ergebnisse vorliegen. Dagegen ist Italien harmlos – wenn man mit einem Hund im Auto fährt, muss ein Netz das Tier vom Fahrer trennen. Das ist nicht aufwendig, aber über solche Bestimmungen sollte man Bescheid wissen. Das gilt auch für Krankheiten, die einem Tier in anderen Ländern drohen. In Griechenland gibt es Sandmücken, die eine Immunkrankheit übertragen, in Italien einen Bandwurm – beide können einen Hund das Leben kosten.

Dumont Kalenderverlag 2011

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